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Coronavirus-Krankheit-2019

ICD-10-GM 2020: Neue Kodes U07.1! und U07.2! vom DIMDI gemäß WHO-Festlegung sowie U99.0! vom DIMDI zur verpflichtenden Kodierung (Stand: 25.5.2020)

Am 17. Februar 2020 hatte das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) mitgeteilt, dass gemäß einer Festlegung der WHO ab sofort zur Kodierung der Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19) der neue Ausrufezeichenkode „U07.1!  COVID-19“ zu verwenden ist.

Gemäß einer Aktualisierung der WHO hat das DIMDI am 24. März 2020 mit Stand vom 23.3.2020 mit sofortiger Gültigkeit die Verwendung dieses Kodes auf gesicherte Fälle beschränkt: „U07.1!  COVID-19, Virus nachgewiesen“ und zusätzlich den neuen Ausrufezeichenkode „U07.2!  COVID-19, Virus nicht nachgewiesen“ festgelegt.

Am 25.5.2020 hat das DIMDI nach Beratung mit den zuständigen Gremien zusätzlich den neuen Ausrufezeichenkode „U99.0!  Spezielle Verfahren zur Untersuchung auf SARS-CoV-2“ in die ICD-10-GM 2020 eingefügt, der ab sofort in Kombination mit dem Kode „Z11  Spezielle Verfahren zur Untersuchung auf infektiöse und parasitäre Krankheiten“ zu verwenden ist, wenn kein Verdacht auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 besteht, jedoch ein Test auf SARS-CoV-2 durchgeführt wurde und negativ ausfällt.

Die ausführlichen Informationen des DIMDI zu diesen neuen Kodes der ICD-10-GM 2020 (auch zur ICD-10-WHO) sind hier zu finden:

 

Nachfolgend listen wir mit Stand vom 25.05.2020 die neuen vierstelligen Kodes gemäß der Online-Version der ICD-10-GM 2020 zusammen mit den übergeordneten dreistelligen Kodes auf (der Text von U99.-! ist gegenüber der bisherigen Fassung vom 20.09.2019 erweitert worden).

  • U07.-  Krankheiten mit unklarer Ätiologie und nicht belegte Schlüsselnummern
    Hinw.: Die Verwendung der Schlüsselnummern U00-U49 ist der WHO vorbehalten, um eine provisorische Zuordnung von Krankheiten unklarer Genese zu ermöglichen. Im Bedarfsfall können notwendige Schlüsselnummern in EDV-Systemen nicht immer ad hoc bereitgestellt werden. Die vorliegende Spezifikation der Kategorie U07 stellt sicher, dass diese Kategorie und die Subkategorien in EDV-Systemen jederzeit verfügbar sind und ihre Nutzung, nach Vorgabe durch die WHO, umgehend erfolgen kann.

    • U07.1!  COVID-19, Virus nachgewiesen
      Coronavirus-Krankheit-2019, Virus nachgewiesen
      Benutze diese Schlüsselnummer, wenn COVID-19 durch einen Labortest nachgewiesen ist, ungeachtet des Schweregrades des klinischen Befundes oder der Symptome.
      Benutze zunächst Schlüsselnummern, um das Vorliegen einer Pneumonie oder anderer Manifestationen oder von Kontaktanlässen anzugeben.

    • U07.2!  COVID-19, Virus nicht nachgewiesen
      COVID-19 o.n.A.
      Benutze diese Schlüsselnummer, wenn COVID-19 klinisch-epidemiologisch bestätigt ist und das Virus nicht durch Labortest nachgewiesen wurde oder kein Labortest zur Verfügung steht.
      Benutze zunächst Schlüsselnummern, um das Vorliegen einer Pneumonie oder anderer Manifestationen oder von Kontaktanlässen anzugeben.

  • U99.-!  Nicht belegte und belegte Schlüsselnummern U99.-
    Hinw.: Die Schlüsselnummern dieser Kategorie sollen ein schnelles Reagieren auf aktuelle Anforderungen ermöglichen. Sie dürfen nur zusätzlich belegt werden, um einen anderenorts klassifizierten Zustand besonders zu kennzeichnen. Die Schlüsselnummern dieser Kategorie dürfen nur über das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) mit Inhalten belegt werden; eine Anwendung für andere Zwecke ist nicht erlaubt. Das DIMDI wird den Anwendungszeitraum solcher Schlüsselnummern bei Bedarf bekannt geben.

    • U99.0!  Spezielle Verfahren zur Untersuchung auf SARS-CoV-2

Die Bearbeiter unserer Buchausgabe ergänzen die DIDMI-Informationen: Die zu verwendenden primären Schlüsselnummern sind in vielen Fällen in den Gruppen J00-J06, J09-J18 und J20-J22 zu finden. Für Kontaktfälle und Keimträger gelten Z20.8 und Z22.8.